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Vila Nova de Gaia - ein Ausflugsziel in Portugal

 

 

Auf den Spuren des Portweins ist die Endstation das Ausflugsziel Vila Nova de Gaia. Am Ausflugsziel Vila Nova de Gaia befinden sich die Portweinkellereien, wohin der Portwein, aus dem Dourotal, nach seiner Vorgärung gelangt.

 

Der Fluss Douro ist sehr wichtig für das Verständnis der Geschichte und Lage der drittgrößten Stadt Portugals, Vila Nova de Gaia, gelegen am südlichen Ufer des Douros, nur einen Sprung von der viertgrößten Stadt Portugals, Porto, gelegen am nördlichen Ufer des Douros, entfernt.


Das Ausflugsziel Vila Nova de Gaia verweist auf die Wurzeln der portugiesischen Nation. Der Name Gaia geht auf Cale zurück, eine Bezeichnung römisch-keltischen Ursprungs. Seit der Römerzeit als Portus Cale bekannt, war dieser Ort später an der Grenze gelegen, welche den maurisch-islamischen Herrschaftsbereich, südlich des Douros, vom christlich-galicischen Herrschaftsbereich, nördlich des Douros, abgegrenzt hatte.

 

 

 

In dieser Zeit waren die Bewohner des Siedlungsgebietes südlich des Douros abgewandert und hatten eine neue Siedlung, nördlich des Douros, gegründet. Nach dem Jahr 1035, also nach der Rückeroberung des Gebietes südlich des Douros durch die Christen aus Galicien, haben sich wieder Siedler am Südufer des Douros niedergelassen und die neue Stadt Vila Nova de Gaia gegründet.

 

Die portugiesische Sprache selbst ist aus dem Zusammentreffen von galicischen Eroberern, aus dem Norden, mit Menschen aus dem ehemals islamischen Herrschaftsbereich hervorgegangen.


Heutzutage bezeugen zahlreiche Brücken über den Fluss Douro die
Leistungen der Ingenieurs- und Architekturkunst: Die durch einen Metallbogen getragene Brücke Ponte Dom Luís I ist eine von der UNESCO als Welterbe anerkannte Konstruktion, fertiggestellt im Jahr 1886. Eine im Baustil ganz ähnliche, und vom selben Ingenieur, Teófilo Seyrig, bereits vorher fertiggestellte Brücke ist die Ponte de D. Maria. Ferner gibt es auch modernere Brücken über den Douro.


Das am Dourosüdufer gelegene historische Stadtzentrum von Vila Nova de Gaia bietet die Möglichkeit, die Kellereien einiger berühmter Portweinmarken zu besichtigen, und bei einem Glas Portwein darf man hoffen, dass die ehrgeizigen Pläne der Stadtverwaltung, das historische Stadtzentrum in seiner Gesamtheit für den Tourismus wiederzubeleben und zu restaurieren, Erfolg haben.


Im Miguelistenkrieg, einem portugiesischen Bruderkrieg, der von 1832 bis 1834 dauerte, waren Porto und Vila Nova de Gaia Festung der Liberalen, welche von den Truppen des Königs Miguel I belagert wurde. Einige strategisch wichtige Orte, wie zum Beispiel Alto da Bandeira und Serra do Pilar, erinnern noch an diese Belagerung.

 

 


Kulturell wichtig ist auch das Haus Casa Barbot. Hier arbeitet heute die Kultureinrichtung Casa da Cultura. Das in der Avenida da Republica gelegene Haus wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts, unter dem Einfluss äußerst vielfältiger Inspirationen, wie etwa Neoklassizismus und Orientalismus, erbaut.


Am Ausflugsziel Vila Nova de Gaia findet man eine 17 km lange Atlantikküste mit insgesamt 17 Stränden, alle mit dem Qualitätssiegel Bandeira Azul ausgezeichnet. Die Bandeira Azul steht für Strände, welche sich durch besondere Umwelt- und Wasserqualität, gute Infrastruktur und auch eventuell vorbildliche Maßnahmen zur Umwelterziehung auszeichnen.

 

An einem dieser Strände verbrachte die berühmte, portugiesische Dichterin Sophia de Mello Breyner Andresen ihre Kindheit und ließ sich durch den Anblick des Meeres inspirieren.


Vila Nova de Gaia ist ein historisches Ausflugsziel, gelegen am sagenumwobenen Douro!

 

 




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