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Kathedrale von Faro


Die Stadt Faro mit dem einzigen Flughafen weit und breit, den zwei Universitäten und dem Bischofssitz ist das Verwaltungszentrum der Algarve. Faro ist die touristische Drehscheibe der Region und es gibt kaum einen ausländischen Besucher, der nicht hier auf dem 1965 eröffneten Flughafen gelandet ist. In Faro leben über 60 000 Menschen.

 

Die Region hat eine bewegte römische und arabische Vergangenheit. Eine alte römische Stadtmauer zeugt noch von der Vergangenheit. Von den Gebäuden aus dieser Zeit ist allerdings leider nicht mehr viel zu sehen, denn Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Stadt bei einem verheerenden Erbeben weitgehend zerstört. Die meisten der heute zu besichtigenden Gebäude stammen aus der Zeit nach dieser Naturkatastrophe. Dennoch sind die Bauten - vor allem in der Altstadt - einen architektonischen Ausflug wert.

 



Im Zentrum der Altstadt von Faro steht die Kathedrale, die im 13. Jahrhundert auf den Ruinen einer alten Moschee gebaut wurde. Im Laufe der Jahre folgten viele verschiedene Bauabschnitte. Nach dem Erdbeben stand nur noch der Turm. Nach und nach wurde die Kirche wieder aufgebaut. Heute vereint der Prachtbau diverse Stile von Gotik über Renaissance bis zum Barock.

 

Der Innenraum des Gotteshauses ist hell und wirkt fast hallenartig. Über dem Chorraum wölbt sich eine beeindruckende kassettierte Decke. Zudem kann man hier eine originale Orgel aus der Werkstatt von Arp Schnitger bestaunen. Arp Schnitger war einer der berühmtesten Orgelbauer im 17. Jahrhundert und stammte aus Deutschland. In der Sakristei wurde ein kleines Museum zur Geschichte des Hauses eingerichtet, in dem man weitere Detailinformationen findet.

An die dreischiffige Kathedrale wurden drei Kapellen angebaut, die durch die prachtvollen Altaraufsätze, das reich verzierte Gestühl, durch zahlreiche Schnitzereien, durch kunstvolle Kacheln und Gemälde großen Eindruck machen. Darüber hinaus ist in einer der Kapellen, in der "Capela de Santo Lenho" der ehemalige Bischof der Algarve, António Pereira da Silva, begraben. Man sollte beim Planen eines Ausflugs in die Altstadt von Faro viel Zeit einrechnen, um die zahlreichen einmaligen Schätze zu betrachten.

 



Den Glockenturm der Kathedrale von Faro, der aus dem Mittelalter stammt, ist für Touristen zugänglich. Der Aufstieg ist verhältnismäßig leicht und von oben hat man einen wunderbaren Blick über die Stadt und die angrenzenden Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise das Rathaus und den Bischofspalast. Im Garten der Kathedrale finden die Besucher ein etwas gruseliges Highlight. Hier in der Kapelle, die man auch Knochenkapelle nennt, sind die Schädel und Knochen der Verstorbenen aufgereiht, die einst an der Kirche beerdigt wurden.

Wer die Kathedrale von Faro besuchen möchte und sich nicht allzu sehr abhetzen möchte, der muss früh aufstehen, denn den Innenraum des gigantischen Gotteshauses kann man nur bis 12 Uhr besichtigen.

 

 




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