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Wanderung zum Caldeirao Verde


Wandern auf Madeira wird zwar oft als anspruchsvoll beschrieben, dies gilt jedoch nicht unbedingt für die zu überwindenden Höhenunterschiede. Viel mehr sollte der Urlauber trittfest und etwas ausdauernd sein, denn es gibt einige Wanderungen, beziehungsweise Ziele - vor allem auf der Nordseite Madeiras - die nicht auf unbedingt gut ausgebauten Wanderwegen entlangführen und zudem recht lang sein können.

 

Mehrere Stunden kann hier sehr gut gewandert werden. Interessant ist, dass viele Wanderwege entlang der Levadas führen, der antiken Wasserleitungen. Ein Verlaufen ist so nicht ohne Weiteres möglich, da der Wanderer ja immer einen Anhaltspunkt hat.

 

 


Eine der schönsten Wanderungen ist die zum Caldeirao Verde. Der günstigste Ausgangspunkt für diese Tour ist die Stadt Queimadas. Hier kann das Auto abgestellt werden und bereits auf dem Parkplatz findet sich ein Hinweisschild auf den Caldeirao Verde. Ist man einmal auf dem Pfad unterwegs, ist ein Verlaufen fast nicht möglich.

 

Das macht das Wandern auch ohne ortskundigen Führer angenehm. Der Weg beginnt zunächst sehr einfach, führt durch einen Nadelwald mit riesigen Hortensien und ist auch nicht besonders anspruchsvoll. Dies ändert sich aber rasch. Der Pfad wird schon bei den Levadas schmal und schlängelt sich durch Büsche und zwischen kleinen Bäumen hindurch.

 

Schon hier ist erkennbar, dass die Levada auf der rechten Seite durch eine sehr steile Felswand verläuft, der Weg führt teilweise direkt am Abgrund entlang. Doch es wurde an die Wanderer gedacht und so findet man hier Halt an einer kleinen Steinmauer oder einem niedrigen Zaun aus Draht.

 

Dies gibt eine gewisse Sicherheit, denn teilweise geht es bis zu 200 m steil in den Abgrund. Doch auch am Abgrund wachsen Pflanzen, so dass die Tiefe sicherer aussieht, als sie tatsächlich ist.


Nach einigen Windungen des Pfades kann man schließlich bis zur Küste blicken, selbst die Stroh gedeckten Dächer der Stadt Santana sind erkennbar. Auf der anderen Seite des Weges ist der Gipfel des Pico Ruivo zu sehen, der seinen höchsten Punkt in 2600 m Höhe hat.


Einige der Höhepunkte der Wandertour zum Caldeirao Verde sind die Tunnel. Da die Wasserleitungen an drei Stellen nicht um die Berge herum gelegt werden konnten, wurden sie durch die Felsen hindurch gelegt. So führt auch der Weg zum Caldeirao Verde durch die Felsen.

 

 

 

Die Tunnel sind rund fünfzig Meter lang und eng, zum Teil auch sehr flach. Teilweise muss man sogar den Kopf einziehen, um nicht oben gegen zu schlagen. Dies zeigt auch, dass eine Taschenlampe unerlässlich ist. Außerdem ist Regenzeug empfehlenswert, denn es tropft von den Wänden der Tunnel.


Hinter den Tunneln hat der Wanderer die Gelegenheit, einen spektakulären Ausblick zu genießen. Die Vegetation ist hier üppig, die Abgründe werden immer steiler. Nun sind es nur noch wenige Kilometer, bis man den Caldeirao Verde erreicht. Er wird auch "grüner Talkessel" genannt.

 

Hier befindet sich ein Wasserfall, der in einen See fällt. Aus diesem See stammt das Wasser für die Levadas. Das Wasser ist allerdings sehr kalt und nur für sehr gut abgehärtete Menschen für ein Bad zu empfehlen.


Nach einer Rast kann der Rückweg angetreten werden, der natürlich bei Weitem nicht mehr so spektakulär ist, wie der Hinweg, da die ersten Eindrücke kaum übertroffen werden können. Die Schönheit der Natur kann so ganz entspannt genossen werden.


Die gesamte Wanderstrecke dauert ungefähr vier bis fünf Stunden, abhängig davon, wie geübt der Wanderer ist. Die Rast am Caldeirao Verde muss noch hinzugerechnet werden. Die Strecke ist rund sieben Kilometer lang (eine Strecke).

 




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